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Hintergrund: Security für den Mittelstand (1/4)
Sicherheit kostet Geld. Ein
Sicherheitsvorfall kann jedoch oft ein vielfaches der Vorsorgemaßnahmen
kosten. „Hacken“ ist nicht mehr nur eine Domäne von
vereinzelten „Computer-Guru’s“. Mit den Mitteln die im
Internet zum Download angeboten werden, sind bereits 13-jährige in
der Lage, Passwörter systematisch auszuspionieren.
Obwohl das unerlaubte Eindringen in z.B. eine
Bank meist ein Einzelfall bleibt, sind selbst solche – höchst
abgesicherten – Unternehmen vor Angriffen nicht 100%ig sicher. Im
Mittelstand und im gehobenen Mittelstand ist die Bereitschaft zur
Vorsorge erschreckend gering. Natürlich darf man den
„Schutzbedarf“ für eine 100-Mann-Company nicht mit den
Anforderungen einer Bank vergleichen (Banken investieren oft hohe
8-stellige Beträge für IT-Security), dennoch kann ein Schaden
erhebliche Kosten verursachen, evtl. auch jahrelange
Entwicklungsarbeit vernichten. Und selbst wenn kein direkter
materieller Schaden entstanden ist, kann durch einen Vorfall das
Image einer angesehenen Firma in kürzester Zeit ruiniert sein.
Besonders problematisch gestalten sich Vorfälle,
wo Kundendaten im Spiel sind und eine ungewollte Veröffentlichung
solcher Daten, existenzbedrohliche Konsequenzen – in Form von
Regressansprüchen bis hin zur Aberkennung der „Berufserlaubnis“
führen kann. Es gibt bereits zahlreiche Beispiele in den
Berufsgruppen von Steuerkanzleien, Rechtsanwälten und
Versicherungsunternehmen, wo Kundendaten von Hackern in das Internet
propagiert wurden und damit diese Unternehmen (egal ob mutwillig
oder aus Hobby) in existenzielle Besorgnis brachten.
Auch die Wirtschaftskriminalität ist –
speziell in den letzten Jahren – deutlich angestiegen. Ziel
solcher Angriffe sind nicht nur High-Tech-Unternehmen, sondern auch
z.B. Notariate, Rechtsanwälte und Universitäten. Es ist nicht
auszudenken, was unerlaubtes Insiderwissen in solchen Berufssparten
zur Folge haben kann.
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